Erkunden sie Kaštela
Kaštel Sućurac
In Kaštel Sućurac befindet sich der älteste Verteidigungsturm, welchen 1392 der Erzbischof von Split A. Gvaldo errichtet hat, um die Bauern der Siedlung Putalj, welche sich auf den Abhängen des Kozjaks um die Kirche St. Jure befand, zu beschützen. Im Zuge zusätzlicher Eingriffe entsteht eine Siedlung am Meer.
1488 erbaute Averaldo sein Landhaus, und die endgültige Form erhielt Kaštela im Jahr 1509. Den ältesten Kern von Sućurac bildet ein Gefüge von Burgen, welches aus Gärten des verteidigten Landhauses besteht, dessen südliche Wand mit glanzvoll verzierten Fenstern im Stil der späten Gotik und ländlichen Häusern gestaltet wurde.
Im Vergleich zu anderen Siedlungen gestaltet sich hier der Marktplatz auf der südlichen Seite des Landhauses. Heute befindet sich hier der Ausstellungsraum “Podvorje”, in welchem ein Teil der archäologischen Funde aufbewahrt wird.
Von der alten Pfarrkirche, welche im 16. Jahrhundert erbaut wurde, blieb nur der Glockenturm übrig, da die Kirche im bundesweiten Bombardement 1943 zerstört wurde.
In der Schatzkammer der neuen Pfarrkirche wird eine Abschrift von Trpimirs Schenkungsurkunde, welche in Bijac vor der Kirche des hl. Marte 04.03.852 aus dem XVI. Jahrhundert geschrieben wurde, aufbewahrt, sowie ein steinerner Balken des alten Sućurac, andere steinerne Denkmäler und Teile hölzerner barocker Skulpturen vom Altar der alten Pfarrkirche. Ein hohe Anzahl goldener und silberner Gegenstände (kirchliche Handelsgegenstände und Schmuck - ein Teil der nationalen Tracht des Kaštela).
Nördlich von Kaštel Sućurac befindet sich das hl. Gospa od Doca, heute bekannter als “Gospa na Hladi”. Dies war die Pfarrkirche der Siedlung Sela. Noch nördlicher am Abhang des Kozjak befinden sich Überreste der vorromantischen Kirche des Hl. Juraj von Putalj, welche aus dem IX. Jahrhundert stammt, und dem Herzog Mislav zu verdanken ist. Von dieser sind Bruchstücke gestrickter Ornamente bewahrt worden. Die neue Kirche wurde 1927 errichtet. Aufgrund archäologischer Untersuchungen um die Kirche herum und am nahegelegenen Grab Gajina, entdeckte man römische und danach vorgeschichtliche Ablagerungen.
Kaštel Sućurac ist der Beginn eines markierten Bergwanderungspfades bis zur Vela Stina (große Felswand), Bergsteigerunterkunft Putalj (480 m), sowie eines Pfades zur Spitze des Jochs Vrata am Bergrücken des Kozjaks und weiter westlich über abfallend-ebene Wege bis zur Kirche des Hl. Luka (690m).
Kaštel Gomilica
König Zvonimir schenkte im Jahr 1078 dem Benediktanerkloster in Split einen Grund auf den Kaštelaner Feldern, auf welchen diese, über einer früheren Nekropolis und altkatholischen Kirche (die Überreste altkatholischer Sarkophage), im XII. Jahrhundert die Kirche des hl. Kuzma und Damjan im romantischen Stil errichteten. In ihr werden die Tugenden der hl. Jungfrau Maria, des hl. Kuzma und Damjan und des ungarischen Königs Hl. Stjepan in der Nähe der römischen Villa Rusticae aufbewahrt. Vor der Kirche wächst eine ca. 700 Jahre alte Eichenart (hrast medunac), unter welcher laut Legende der kroatische König Zvonimir rastete.
1545 beendeten die Benediktaner den Bau der Burg am Meereskamm, genannt Gomilica. Den Eingang in die Burg beschützt auch heute noch ein hoher Turm in welchen man über eine hölzerne bewegliche Brücke gelangte. Neben den Nonnen zogen auch noch einige Familien aus dem zerstörten Dorf Kozice in die Festung ein, und die anderen errichteten ihre Häuser in unmittelbarer Nähe am Ufer.
Die alte Pfarrkirche aus dem XVIII. Jahrhundert ist für ihre barock geschnitzten Türflügel bekannt. Fulgencije Bakotić, Holzschnitzer und Geistlicher, wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts in Kaštel Gomilica geboren. Er ist bekannt für die Anfertigung von Dateien (Raspeln), eine befindet sich in der Pfarrkirche, zwei im Kloster von Poljud, eine im Museum der Stadt Kaštela, sowie einige in Klostern in Italien.
Die Privatunterkunft bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für die Aufnahme der Touristen.
Kaštel Kambelovac
Die Adeligen Grundbesitzer, Gebrüder Jerolim und Nikola Cambi aus Split haben im Jahr 1517, lt. Genehmigung aus dem Jahr 1478, die Festung auf einer kleinen Insel gebaut, um sich und die Bewohner der Dörfer Lazana und Kruđevik zu beschützen. Die Festung hat eine zylindrische Form (die einzige in Kaštela), welche sehr vorteilhaft für die Verteidigung war.
Auf dem Gebiet von Kaštel Kambelovac wurden auch noch die Festungen der Familien Grissogono und Lipeo erbaut. 1525 haben die Dorfbewohner aus dem altkroatischen Dorf Kruševik zwei Festungen gebaut, die große und kleine Piskera. Das ist der einzige Fall in Kaštela, dass Dorfbewohner ihre eigene Festung gebaut haben.
Aufgrund der hohen Anzahl an Festungen entwickelte sich Kaštel Kambelovac in ein ausgedehntes Dorf.
An den Abhängen des Kozjaks befindet sich die Kirche des hl. Martin von Kruševik, der damalige Mittelpunkt des Dorfes Kruševik. Heute wird diese Kirche auch hl. Mutter des Kreises oder hl. Mutter des Schnees genannt. Nördlich von Kruševik am Rande von Lazana befindet sich die mittelalterliche Kirche Hl. Mihovil auf dem gleichnamigen Abhang des Berges Kozjak, auf der westlichen Seite des Abhangs befinden sich das Haus der Wächter - ein Haus aus dem XVI. Jahrhundert, und direkt am Gipfel des Kozjaks steht der Turm Kastilica. Zu diesen Kirchen führen, wie auch zu den Bergwandererheimen, unter dem Koludra (325m) und dem Adlernest markierte Wege. Weiter bergaufwärts und dann nordöstlich am, durch eiserne Seile gesicherten, glatten und direkten Abgrund entlang, gelangt man auf den Rücken des Kozjaks, von wo aus man bis zum großen Gipfel des Kozjaks (780m) gelangen kann (der obere Teil des Weges ist nur für erfahrene Bergsteiger geeignet.)
Jedem Gast in Kaštel Kambelovac können wir die Unterbringung im Motel Tamaris oder in Privatunterkünften (Zimmer, Appartements, Camp) empfehlen.
Kaštel Lukšić
Im westlichen Teil des heutigen Kaštel Lukšić erbaute 1482 Mihovil Rosani seine Festung, und ist offensichtlich ein Beispiel dafür, dass die Festungen an den Meeresfelsen gebaut wurden. Um Rušinac herum befand sich ein kleineres Dorf, welches aus Sicherheitsgründen verlassen wurde. Neben der Festung befindet sich die Kirche des hl. Ivan.
1487 haben die Adeligen Nikola und Jerolim Vitturi aus Trogir die Genehmigung für die Erbauung des Schlosses Kaštel direkt am Meer, vom Doge von Mletac erhalten. Damit wollten sie ihre Familien und die Tagelöhner aus dem Dorf Ostrog im Vorland von Balovan beschützen. Das Schloss wurde als prunkvoller Palast der Renaissance im Jahre 1564 fertiggestellt. Er bestand aus dem südlichen zweiteiligen Residenzgebäude mit einem Balkon und einem Ausgang zum Meer, für den Fall wenn Gefahr drohte. Auf der nördlichen Seite befinden sich zwei verteidigte Türme und ein “mašikul” und diese waren mit beweglichen Brücken mit dem Festland verbunden. Im 18. Jahrhundert wurde die bewegliche Brücke durch eine Steinerne mit einer Wölbung ersetzt. In der Mitte des Schlosses befindet sich ein Garten mit Arkaden und Galerien im I und II Stock.
Heute befinden sich im wiederhergestellten Schloss Vitturi das Museum der Stadt Kaštela, die Touristenvereinigung der Stadt Kaštela, sowie andere kulturelle Einrichtungen. Es wird zum kulturellen Mittelpunkt der Stadt, weil in ihm Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen und ähnliches veranstaltet werden.
Um die Festung herum wurde ein Dorf mit einer Verteidigungswand errichtet. Die Gotik-Renaissance Kirche Mariaä Himmelfahrt befindet sich am direkten nördlichen Rand des alten Dorfes und wurde 1530 im gotischen Stil errichtet. Die neue Pfarrkirche wurde von 1776 bis 1817 im Stil des verspäteten Barock erbaut. Es ist eine wahre Schatzkammer an Kunstgegenständen, Bildern und Skulpturen, in ihr befindet sich die barocke Datei (Raspel) von Piazzetta (XVII. Jahrhundert), die Altarplatte mit Reliefen vom jüngeren Palma (XVI Jahrhundert) - Mariaä Himmelfahrt, das Bild “Die Mutter Gottes mit Kind” (XV Jahrhundert) auf dem Hauptaltar, die Altargruft des hl. Arnirad Juraj Dalmatinac (XV Jahrhundert).
In Lukšić gibt es auch die Festung Tataglia-Ambrossini. Dr. Henrik Soulavy aus Prag besuchte 1903 Kaštela, kaufte diese Festung und eröffnete 1909 in ihr die erste Pension in Kaštela.
Kaštel Lukšić ist für ihre Legende von Miljenko und Dobrila (Romeo und Julia aus Kaštel), zweier Junger deren Liebe trotz Hochzeit tragisch endete, bekannt.
In unmittelbarer Nähe des Schlosses befindet sich der Park Vitturi, klassizistischer Art aus der zweiten Hälfte des XVIII Jahrhundert. Dessen Grundsteinleger war Rados Micheli Vitturi. 1968 erhielt der Park das Architekturdenkmal und kann sich neben dem Gučetić in Trsten, Garanjin in Trogir und dem Borelli in Sv. Filip und Jakov zu den seltenen Denkmälern dieser Art zählen.
Unweit des Parks Vitturi befindet sich der steinerne Grenzpfeiler, welcher im Mittelalter die Grenze zwischen den Besitzen der Gutsherren von Trogir und Split kennzeichnete.
Unter dem Kozjak am Felsgrat Balavan (259m) befindet sich die im Jahr 1171 erwähnte Kirche des hl. Lovre von Ostrog, einem Dorf das der Sitz der “Didići” (freie Bauern mit eigenen Besitztümern) war. Die Siedlung wurde auf den Überresten der römischen und illirischen Siedlung aufgebaut.
Die Kirche des hl. Ivan Birnje (637m) wurde auf dem höchsten Gipfel des westlichen Teils des Kozjaks auf der illirischen Gradina erbaut.
Am Tag des hl. Ivan von Birnje wurde der Pfarrer gewählt, daher kommt wahrscheinlich der Name.
Das Hotel Kaštel, die Villa Žarko, sowie die Privatunterkünfte sind die Garantie für einen angenehmen Aufenthalt jedes Besuchers.
Kaštel Stari
Wie der Name schon sagt, ließ der trogirische Gutsherr, Schriftsteller, Humanist, Heerführer im Krieg am Lepant, Koriolan Cipico, 1476 in Kaštel Stari am Felsen im Meer seine Festung erbauen. Er errichtete eine Burg, welche ein Gefüge einer Festung und eines Palastes war, getrennt vom Festland durch eine Ausgrabung, und verbunden durch eine bewegliche Brücke (Balken). Daher stammt die Bezeichnung für die Flächen vor den Festungen - Brce (Flächensteg). Nach einem Feuer im Jahr 1493 wurde die Festung im Stil der Renaissance renoviert, mit einem Garten mit Arkaden und südlichen Balkonen, welche ein Familienwappen schmückt. Um das Schloss herum erbauen die Einwohner des kozjakischen Dorfes Radun ihre Häuser und ließen sich 1507 hier nieder. Auch heute noch sind die Umkreise des Dorfes mit den Gassen erhalten, welche sich, wie auf den Skizzen des Ortes aus dem Jahr 1704, im rechten Winkel schneiden. Innerhalb des Dorfes befindet sich die Kirche des hl. Josip welche im 17. Jahrhundert Celije Cipiko errichtete.
Die Pfarrkirche des hl. Ivan dem Täufer wurde außerhalb des befestigten Dorfes erbaut, 1641 wurde sie eingeweiht und 1714 erneuert. Das Innere ist mit 5 marmornen Altaren und 5 Altarplatten mit Reliefen verziert, in ihr wird eine wundersame Ikone aus dem 16 Jahrhundert - die hl. Mutter der Barmherzigkeit, sowie der Körper des hl. Felicijo dem Beschützer des Dorfes aufbewahrt.
Westlich der Kirche wurde der Palast der Familie Celio Cega im XVI. Jahrhunderte erbaut, und etwas weiter im Westen im Meer erkennt man die Fundamente der Festung Andreis.
Die Besonderheit der neuen Pfarrkirche ist die Dauer ihrer Errichtung und zwar von 1871 bis 1970.
An den Abhängen des Berges Kozjak zeugt die einzige in ihrer ursprünglichen Form erhaltene, altkroatische Kirche des hl. Juraj von Radun aus dem X/XI Jahrhundert vom Bestehen des Dorfes Radun. Der einflurige Raum ist mit tiefen Nischen außen und mit Fächern innen geschmückt. Durch die Nischen wird die äußere Wand mit rechteckigen Apsiden zergliedert. Archäologische Untersuchungen an umliegenden Gräbern haben die Kontinuität der Bestattungen vom IX. bis XV. Jahrhundert bestätigt. Altkroatischer Schmuck und Gegenstände welche in den Gräbern gefunden wurden, werden im Museum der Stadt Kaštela aufbewahrt.
Der markierte Bergsteigerweg von Kaštel Stari führt bis zum Joch Malacka (480 m) wo sich die Bergsteigerheime Malacka und Split befinden. Diese sind die Anfangspunkte der Bergsteigerpfade auf dem Kozjak und dem Hinterland des Kaštels. Dies ist zugleich der am leichtesten zugängliche Aussichtsturm mit einem großartigen Ausblick auf den großen und kleinen Kaštelaner Flur, die Meeresbucht, Split, Marjan, Trogir, die mittleren dalmatinischen Inseln.
Am nahen Gipfel zum Westen hin wurde eine kleine Kapelle mit einem Kreuz zur Erinnerung aller im heimatlichen Krieg ums Leben gekommenen Kaštelaner errichtet.
Außer in Privatunterkünften haben Besucher von Kaštel Stari die Möglichkeit eines Aufenthaltes in Camps oder im Hotel Palace.
Kaštel Novi
Der trogirische Gutsherr Pavlo Antun Cipiko ließ seine Festung in Form eines viereckigen Turmes im Jahre 1512 errichten. Um die Festung herum entwickelte sich eine Siedlung, die östlich, nördlich und westlich von einem Verteidigungswall und südlich vom Meer umgeben war. Vor dem Eingang in das Dorf von der nördlichen Seite, wo sich die bewegliche Brücke befand, entstand Brce, wo 1775 das brüderliche Haus mit einer Uhr errichtet wurde.
Die Pfarrkirche des Hl. Peter von Klobuca wurde auf dem Fundament einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert errichtet. Sie besitzt eine sehr reiche Schatzkammer mit Silber und kirchlichen Trachten.
In Kaštel Novi wurde der akademische Bildhauer Marin Studin (1895-1960) geboren. Er war der Lehrbube von Ivan Meštrović. Die von ihm erstellte Skulptur des Hl. Roko ziert die kleine Kirche des Hl. Roko aus dem XVI. Jahrhundert. Er ist der Urheber des Denkmals “Verkünder der Freiheit” (Reiter), welches Kaštel Stari und Kaštel Novi trennt, und seine restlichen Arbeiten sind in der Galerie Studin aufbewahrt. Diese sind derzeit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Auf den Feldern über Kaštel Novi werden seit jeher Weinfelder angebaut, welche am Anfang des XIX. Jahrhunderts durch eine Seuche vernichtet wurden. Sie wurden neu errichtet und es wurden neue Weinrebensorten angebaut. Es blieben wenige alte Sorten, wie zum Beispiel der Kaštelaner Crljenak, welcher in aller Welt, und vor allem in Kalifornien, als Zinfandel bekannt ist.
Die Heimat der amerikanischen Weinrebe ist Kaštel Novi, wo einige dieser Reben noch immer im Weingut des Herrn Radunić wachsen. Es wurden einige neue Weingärten mit dieser Sorte bebaut. Die Rebe des Kaštelaner Crljenak hat ihren Platz auch im biblischen Garten gefunden.
Die Kirche der Gospa od Špiljana oder Stomorija haben im Jahr 1189 die “didići” (freie Bauern mit eigenen Besitzen) aus dem Dorf Špiljana in den Kaštelaner Feldern erbaut und als Unterstützung begründet. Damit erlangten sie das Recht den Pfarrer zu wählen, welcher sich durch diese Unterstützung aufrecht erhielt.
In die Wand der kirchlichen Apside wurde ein Fragment eines altkatholischen Reliefs eingebaut, welches zwei Delphine und ein Kreuz zeigt.
Die Kirche wird von Jahrhundertbäumen umkreist, im Garten befindet sich ein Wasserbrunnen, und somit war die Fläche ideal für das Entstehen des biblischen Gartens, welcher zu Ehren des 1. Kommens von Papst Ivan Paul II nach Kroatien begründet wurde. In ihm wachsen bereits bzw. werden noch alle Pflanzen die in der Bibel erwähnt werden, angepflanzt. Der biblische Garten wird anhand des gedanklichen Beschlusses von Dobrila Kraljić und dem Architekten Edo Šegvić gestaltet.
Kaštel Novi bietet Möglichkeiten der Privatunterkunft.
Kaštel Štafilić
Die Burg (Festung) mit einer Gartenanlage, heute als Festung Rotondo bekannt, ließ Stjepan Stafileo, ein trogirischer Gutsherr, 1508 am Meeresfelsen errichten. Der bewohnbare Teil der Festung befindet sich auf der südlichen Seite, wo sich auch die Tür für das Verlassen der Festung mit Booten befindet. Interessant ist, dass er für den Nachnamen und das Familienwappen eine Weintraube - die griechische Staphile benützte. Um das Dorf herum bildete sich eine rechteckige Siedlung, die von einem Deich umgeben war. Aus dem Dorf hinaus führten Türen über bewegbare Brücken. Die Gegend wurde Brce benannt. Somit befinden sich nur in Kaštel Štafilić und Kaštel Novi Brce an der Peripherie des Dorfes, während diese sich bei den anderen direkt an den Festungen befinden. An den Verteidigungswallen wurde die Festung der Familie Ferra erbaut, heute im Besitz der Familie Pera.
Am westlichen Teil des Kaštel Štafilić befindet sich der Turm Nehaj, dessen Erbauung 1548 von Ljudevit und Ivan Lodi begonnen wurde. Die Türme wurden bis zu den oberen Schwellen der Fenster des ersten Stockwerkes erbaut. Die Arbeiten stoppten nach dem Tode der Brüder Lodi, und da diese keine männlichen Nachfolger hatten, hörten die Töchter und Schwiegersöhne mit dem Bau auf. Der Turm Nehaj, wenn auch unvollendet, zieht die Blicke vieler Maler, Dichter und Touristen auf sich. Manchmal zur Zeit der Flut hat man das Gefühl er schwimme im Meer.
Die erste Kirche in Štafilić wurde 1566 erbaut. An ihr wurden viele Änderungen bis zum heutigen barocken Aussehen vorgenommen. In ihr befindet sich eine wundersame Ikone aus dem XVI. Jahrhundert, der traditionelle Goldschmuck des Kaštels, sowie die Statuen des hl. Blaz und der hl. Lucia - Arbeiten von Marin Studin.
Der hl. Juraj von Zestinje ist eine altkroatische Kirche aus dem XII. Jahrhundert mit schönen, mit Blättern und Kreuzen verzierten, Querbalken.
Rundherum befindet sich ein alter Friedhof mit gut erhaltenen Denkmälern. Auf einem ist ein Halbmond abgebildet. Auf diesem Gebiet war einst das mittelalterliche Dorf Žestinj-Miran, und erstreckte sich am Abhang des Gebirges Trečanice.
Am Gipfel des großen Bijaći (208m) wurde die Kirche des hl. Nofra errichtet. An der Fassade ist eine Inschrift über die Erneuerung der Kirche aus dem Jahr 1475. Was darauf hindeutet, dass diese aus früheren Zeiten stammt. Die Kirche hat eine schöne gotische Decke.
Unter dem Berg befindet sich Bijaći, eine geschichtlich bedeutsame Siedlung, welche von der Antike bis zum Mittelalter besiedelt war. Auf den antiken Überresten wurde die frühkatholische Basilika, und im IX. Jahrhundert die Kirche des Hl. Marte erbaut. Im frühen Mittelalter vom IX. bis zum Ende des XI. Jahrhunderts war dies einer der wichtigsten Zentren der kroatischen Regierung. Hier wurde eine der ältesten altkroatischen Kirchen entdeckt - die Kirche des hl. Marte. Ein dreiflügeliges Gebäude mit winkeligen Apsiden und einem Fundament eines Glockenturms an der Vorderseite. Rundherum findet man auch Überreste anderer Gebäude, sowie altantike und altkroatische Gräber.
Auf diesem Gebiet wurden archäologische Untersuchungen durchgeführt. Es wurden steinerne Möbel der altkroatischen Bauweise, mit verstrickten Plastikverzierungen gefunden. Diese befinden sich im Museum der kroatischen archäologischen Denkmäler in Split (großer Ciborij) und im Museum der Stadt Kaštela.
Die heutige Kirche ließ 1908 Don. Frane Bulic neben den Überresten der Kirche des hl. Marte erbauen.
Reichhaltige Funde sind der Beweis, dass hier kroatische nationale Landesherren (Fürste) speisten, und in der Abschrift Trpimirs Schenkungsurkunde, welche am 4.3.852 geschrieben und verlesen wurde, steht: “Ich König der Kroaten-geschehen im Ort genannt Bijaći”, was o.a. Behauptung unterlegt.
An der westlichen Grenze des Kaštelaner Gebiets befindet sich die Höhle Mujina. In ihr werden bereits jahrelang archäologische Untersuchungen durchgeführt. Es wurden viele steinerne Werkzeuge, verarbeitete Tierknochen und Feuerstellen gefunden. Es ist bewiesen, dass die Funde bis zu 45 000 Jahre alt sind, was davon zeugt, dass auf diesem Gebiet der Urmensch (Neandertaler) wohnte und jagte. Und dies in Zeiten, als das Festland bis zur Insel Vis reichte.
In Kaštel Štafilić wächst ein außergewöhnliches Naturdenkmal, ein Olivenbaum älter als 1500 Jahre und dieser stammt aus Süditalien oder Griechenland. Alter Olivenbaum (Olea Europea) - in einheimischer Sprache Mastrinka.
Zum Naturdenkmal wurde sie im Jahr 1990 erklärt. Die jährliche Ernte dieses Olivenbaums wird zu Öl verarbeitet, und in Kopien griechischer Glasgefäße als typisches Souvenir aus Kaštela verwendet.
Die Hotels Resnik und Adria, die Camps und Privatunterkünfte sind Garantie für einen angenehmen Aufenthalt für jeden Touristen, welcher sich in Kaštel Štafilić einfindet.
Die Kaštela heute
Die Stadt Kaštela befindet sich an der Küste der Kaštelaner Meeresbucht, hat über 40.000 Einwohner und ist die zweitgrößte Stadt im Burgenland von Split-Dalmatien. Sie erstreckt sich über 17 km.
Die Besonderheit unserer Stadt ist die Tatsache, dass sie aus 7 Dörfern (Kaštel Sućurac, Kaštel Gomilica, Kaštel Kambelovac, Kaštel Lukšić, Kaštel Stari, Kaštel Novi, Kaštel Štafilić) um die Festung Kaštela entstanden ist, und jeder Ort hat seine Besonderheit, welche diese mediterrane Gegend charakterisiert. In den letzten Jahren entstanden neben den 7 Hauptzentren auch noch zwei kleinere Zentren - Radun und Rudine. Der östliche Teil der Stadt, die Region Kaštel Sućurac, ist ein kleiner industrieller Mittelpunkt. Hier befinden sich das Zementwerk, das Eisenwerk und viele Einkaufszentren. Auf dem Kaštelaner Feld und an den Abhängen des Kozjaks entwickelte sich eine Landwirtschaft mit, für diese Gegend traditionellen, Bebauungen. Der Anbau von Oliven, Weingärten und Kirschen erlebt in der neueren Zeit einen Aufschwung.
Der westliche Teil der Stadt ist am Tourismus orientiert. Dies ist das Gebiet mit der höchsten Anzahl an Unterkünften: touristische Appartements, Zimmer, Camps, Hotels.
In Kaštel Gomilica befindet sich auch die neu erbaute Marine (Hafen) von Kaštela, welche die Annahme von privaten Schiffen und Chartlinien ermöglicht. Die div. Städte des Kaštels sind die verkehrstechnisch bestverbundensten Städte. Neben dem internationalen Flughafen Split - Kaštel haben wir in Kaštel Stari einen Bahnhof, und mit der Autobahn Split-Zagreb sind wir durch eigene Abfahrten/Auffahrten, von welchen Prgomet und Vučevići die am nahe gelegensten sind, verbunden.
In den Städten Kaštels arbeiten viele Vereine und Einrichtungen, welche mit ihren Aktivitäten das kulturelle Leben der Stadt durch das ganze Jahr bereichern.
Das Museum der Stadt Kaštela befindet sich im Schloss Vitturi, und der Ausstellungsraum in Kaštel Sućurac im ehemaligen Landhaus des Bischofs.
Im Februar finden die traditionellen Karneval-Feierlichkeiten in Kaštel Sućurac, Kaštel Kambelovac und vor allem in den unteren Kaštelen (Štafilić, Novi, Stari) statt, welche eine über 150 Jahre alte Tradition besitzen.
In der Zeit vom 01.07. - 31.08. findet jedes Jahr der “Kaštelaner Kultursommer” statt.
In diesem Zeitraum finden mehr als 60 Manifestationen statt, von Bilderausstellungen, Theateraufführungen, Konzerten ernster und unterhaltsamer Musik, Folkloren, sportlicher Wettkämpfe bis hin zu Festen (Fischerfeste, Jägerfeste, Bergsteigerfeste), die Vorführungen finden in allen Orten statt, wobei man sich der attraktivsten Räumlichkeiten des geschichtlichen Kernpunktes bedient. Der Burgen, Küsten und ähnlichem.
Besonders weisen wir auf den “Abend der dalmatinischen Lieder” hin, welcher im Juli in Kaštel Kambelovac stattfindet. Hier werden die Lieder der kl. Chöre in traditionellen und modernen Arrangements geschätzt.
Die Geschichte und das Kulturerbe
Auf dem Gebiet der Stadt Kaštela findet man Spuren aller geschichtlicher Epochen. Hier jagte der Urmensch aus der alten Steinzeit (die Höhle von Muje auf den westlichen Abhängen mit Funden welche auf das Jahr 45 000 vor Christus datiert werden).
Aus dem Illirischen Zeitalter blieben vielzählige Anhäufungen verstreut auf dem Kozjak.
Zur Zeit der griechischen und römischen Herrschaft erlebt sie einen herrschaftlichen und zivilistischen Aufschwung, wovon Überreste vieler antiker Villen und Ansiedlungen von Siculi auf dem Resnik zeugen.
Im 7. Jahrhundert siedelten sich die Kroaten auf den leichten Abhängen des Kozjaks an und bildeten ihre Siedlungen, wovon alte kroatische Kirchen als stumme Zeugen dieser Zeit dienen.
Gutsherren aus Trogir und Split und kirchliche Obrigkeiten haben, mit Zustimmung der venezianischen Regierung, an den Meeresküsten oder auf den Felsen, Burgen gebaut, um die Ernte und die Bauern zu beschützen. Diese befestigenden Burgen - Schlösser wirkten, mit ihren Türmen, Einkreisungen, Schießständen, beweglichen Brücken, zum Festland hin wie Festungen, während sie zum Meer hin im Stil der Landhäuser der Renaissance, mit breiten Festern und Balkonen, gebaut wurden. Um die(se) Burgen herum, suchten die Bewohner der alten Dörfer am Abhang des Kozjaks Zuflucht und die Sicherheit, indem sie neue befestigte Ansiedlungen bauten.
Die Landwirtschaft, der Ölpflanzenanbau und der Weinanbau waren Jahrhunderte lang die Grundlage des wirtschaftlichen Zweigs, das Fundament der ökonomischen Macht dieses Gebiets, wovon die großen Kirchen mit Ihren Glocken (welchen von bekannten Künstlern jener Zeit verziert wurden), silberne und goldene Sakramentsgeschenke zeugen, welche in den kirchlichen Schatzkammern aufbewahrt werden, sowie die nationale Tracht, welche aufgrund ihrer goldenen Verzierungen und goldenen Stickereien bekannt ist.
Um 16 Burgen entstanden sieben Dörfer: Kaštel Štafilić, Kaštel Novi, Kaštel Stari, Kaštel Lukšić, Kaštel Kambelovac, Kaštel Gomilica und Kaštel Sućurac, welche wuchsen, sich entwickelten und sich dann endgültig zur Stadt Kaštela vereinten, aber sie behielten in ihrem Kern bis heute die authentische dalmatinische Architektur, Häuser mit Solarien, kl. Balkonen , Schenken, Korridoren und Marktplätzen.
Miljenko und Dobrila
In Kaštel Lukšić hatte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts die adelige Familie Vitturi eine Tochter namens Dobrila, und der Adelige Adalbert Rušinić einen Sohn namens Miljenko. Der schöne Jüngling und das zarte Mädchen verliebten sich feurig, aber der Streit zwischen den Familien ihrer Väter, aufgrund feudaler Rechte über die Landarbeiter, zwang die Verliebten, dass sie sich mithilfe des Dienstmädchens Antica heimlich trafen und liebten. Trotzdem erfuhren ihre Eltern von ihrer heimlichen Liebe, und somit wurde Dobrila unter die strenge Obhut ihrer Mutter Gräfin Marija gebracht und Miljenko wurde, auf Rat des Anwaltes Dorotea, nach Venedig zum Dienst verpflichtet.
Kurz danach hat Dobrilas Vater, Graf Radoslav, aus Trotz die Hochzeit seiner Tochter mit dem sichtlich älteren Adeligen Družimir aus Trogir vereinbart. Dobrilas Tante Gräfin Demetrija zweifelte ernsthaft an der Natürlichkeit und Gerechtigkeit solch einer Ehe. Davon wurde über einen Soldaten aus Lukšić auch Miljenko in Venedig informiert, und so kam er am Tag der Hochzeit in Kaštel Lukšić an und verhinderte, im feierlichsten Moment des Ehegelübdes in der örtlichen Kirche vor dem verängstigten Bischof Don Mavro und einer Vielzahl versammelter Feiernden, gewaltsam die Hochzeit. Dobrilas rachesüchtiger Vater, Graf Radoslav, entschloss sich dazu, seine Tochter zur Strafe in das koludrische Kloster St. Nikola in Trogir einzusperren, aber Miljenko versuchte, während er auf das Schiff wartete, an der Küste Trogirs, durch das Hervorrufen von Unruhe und mit einem Schwert dies zu verhindern.
Die Gerichtsbehörde verbannte Miljenko, mit Zustimmung seines Vaters Graf Adalbert , in das Franziskanerkloster auf der kleinen Insel Visovac am Fluss Krka nahe Šibenik. Dort lernte er die Bäuerin Bozica kennen, die ehemalige Amme Dobrilas, über welche er seiner Liebsten im trogirischen Kloster ausrichten ließ, zu fliehen. Dieser gelang dies, indem sie geschickt die Älteste des Klosters, Nonne Gertrude, beschwindelte, aber Miljenko erwartete sie nicht am vereinbarten Platz in der Nähe Trogirs.
Dobrila irrte alleine durch die gewittrige Nacht, und in der Früh fingen sie Räuber. Nach ausgestandener Angst stimmte die unbeschützte Jungfrau dem versöhnenden Angebot der gefährlichen Landstreicher zu, dass diese sie in das Kloster von Visovac zu Miljenko bringen. In der Zwischenzeit hat sich Miljenko in einen Franziskaner verkleidet, da Dobrilas Vater, Graf Radoslav, dessen Ermordung durch die Räuber mit Belohnung angeordnet hatte. Dobrila dachte, dass er dem Orden beigetreten war und verlor enttäuscht jede Hoffnung auf eine mögliche heimliche Hochzeit mit ihm auf Visovac.
Als er von der Flucht der Tochter erfuhr, bediente sich Graf Radoslav, tief in seinem Stolz als tyrannischer Vater verletzt, einer List, um seine Familie vor der Schande zu bewahren, und reichte dem immer gutmütigem Vater Miljenkos, Graf Adalbert, die Hand der Versöhnung . Die so versöhnten Eltern schickten drei Auserwählte nach Visovac um die nicht gefügigen Geliebten Miljenko und Dobrila zu überreden und nach Kaštel Lukšić zur feierlichen Hochzeit zu bringen.
Die Geliebten von Kaštela willigten dem elterlichen Angebot ein, aber am nächsten Sommerabend des Monats August um 1690, nach der majestätischen Hochzeit und Feier, hat Dobrilas Vater, Graf Radoslav, erfüllt von ununterdrückbarem Hass und Rache, seinen Schwiegersohn auf der Brücke vor seinem Schloss am Marktplatz Brca in Kaštel Lukšić, mit einer Pistole ermordet, da er sich nicht mit der Tatsache abfinden konnte, dass Miljenko der Sieger sein würde und seine Dobrila als dessen Ehefrau in sein neues Zuhause , das Schloss der adeligen Familie Rusinic, bringen würde.
Einige Monate später hat Dobrila aus Verzweiflung in ihrer Trauer den Verstand verloren, wurde krank und starb. Ihr letzter Wunsch war es, dass man sie im gleichen Grab mit Miljenko in der kleinen Kirche St. Ivan auf Rusinac, aus dem 16. Jahrhundert, begraben soll, wo heute noch auf dem Grabmal folgendes steht: “Den verstorbenen Geliebten”. Außer dem Grab besteht in Kaštel Lukšić noch das authentische Schloss Dobrilas Vitturi aus dem XV. - XVI. Jahrhundert, Miljenkos Kaštel Rušinić aus dem XV. Jahrhundert, sowie die alte Kirche aus dem Jahr 1530, in welcher sie getraut wurden. Über diese Legende wurden Romane, Dramen und Opern geschrieben.
Parkanlagen
Die geshutzte Parkarchitekturvon Kaštela
Die Schönheit der Kaštela, bzw. der Kaštelaner Felder inspirierte viele Dichter, und sie beschrieben diese Schönheit in ihren Liedern.
“Sieben Dörfer aufgereiht wie sieben Schwäne” überstiegen in die Stadt Kaštela. Auf dem größten Teil der Kaštelaner Felder wechseln sich noch immer Weingärten, Olivenfelder, Plantagen mit Kirschen und Feigen, sowie die mediterrane Vegetation mit geschützten Denkmalen des Naturerbes und der Parkarchitektur ab.
In Kaštel Štafilić wächst ein Olivenbaum (olea europea), welcher von den Kaštelanern Mastrinka genannt wird. Er ist über 1500 Jahre alt. Es wird angenommen dass dieser aus Süditalien oder Griechenland hergebracht wurde. Dadurch dass sich auf diesem Gebiet die Besitze römischer Veterane befanden, wird angenommen dass der Rest der Landwirtschaft aus dieser Zeit stammt. Der Olivenbaum fällt unter die Sorte der Ölpflanzen, mit kleinen Blättern und Früchten. Das Wurzelsystem hat sich auf einer Fläche von 100 m entwickelt, der Umfang des Baumstammes beträgt 6 m, der Durchmesser der Krone beträgt 22 m und die Höhe beträgt 10 m. Mit dem Naturdenkmal wurde sie 1990 ausgezeichnet. Die Ernte wird zu Olivenöl verarbeitet und in Kopien griechischer Gefäße als authentisches Souvenir des Kaštela gehandelt.
Die Eiche medunac (quercus pubescens willd) bei der romanischen Kirche des hl. Kuzma und Damjan in Kaštel Gomilica erweckt, in diesem alten Kaštelaner Umkreis, Aufmerksamkeit durch ihre Schönheit und Größe.
Der Park um das Hotel Palace in Kaštel Stari herum ist ebenfalls ein Naturdenkmal der Architektur und wurde 1910 von Dr. Petar Kamber, einem früheren Hotelbesitzer und Liebhaber des Kaštela, gegründet. Der Park erstreckt sich über 35.000 m.
Der Hain des Kaočina, auf den östlichen Abhängen des Kozjaks in Kaštel Sućurac, ist ein Beispiel für die vegetativ und floristisch bestens erhaltenen hohen Immergrüns, wie auch anderer bodenständiger Arten, und ist gesetzlich geschützt.
Der geschichtliche Park - Park Vitturi
Der bekannte landwirtschaftliche Fachmann, Vorsitzender der Agrarakademie von Lukšić, Adeliger aus Kaštel Lukšić, Radoš Micheli Vitturi erbaute in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts den ersten Park in den Kaštela, wovon ein Testamentbild der Vitturis mit dem Bildnis des hl. Rokos, der auf der Handfläche eine Park hält, zeugt. Dieses Bild wird um das Jahr 1760 datiert. Heute ist er als Park Vitturi bekannt. Er befindet sich an der Küste von Lukšić und nimmt eine Fläche von 7450 m˛ ein. Ein Zusatz für die Bestätigung seiner Enstehung ist der klassische Rahmen, sowie die Renaissance-Barocken gewöhnlichen Buchsbäume (Buxus sempervirens L.). Er wurde 1968 zum Natur- und Kulturdenkmal erklärt. In der Erklärung der regionalen Stiftung für den Schutz Kulturdenkmäler steht geschrieben ”Der Park Vitturi stellt aufgrund seiner Breite und dem Zugang vom Meer ein einzigartiges Denkmal unserer alten Hortikultur dar. Ähnlich sind die, selten erhaltenen, Parks in Dalmatien und somit kann er sich neben dem Gucetic in Trsten, dem Garanjin in Trogir und dem Borelli in Sv. Filip und Jakov zu den seltenen Denkmalen unserer Gartenarchitektur zählen.”
Im Park sind auch heute noch die gewöhnlichen Buchsbäume, alte Beispiele der Zypresse, die Alpenfichte, der Lorbeerbaum (Cupressus L., Pinus halepensis L., Pinus pinea L., Laurus nobilis L.) und andere erhalten. Besonders interessant sind die exotischen Bäume, wie die Firmiana (Firmiana simlex Bois.) aus der Familie der Kakaobäume, des duftenden Kalikantus und andere. Der Garten war jahrzehntelang vernachlässigt. Zum Glück blieb seine Bodenfläche erhalten und wird regelmäßig in Ordnung gehalten.
Für den Wiederaufbau des Gartens müsste man eine Projektdokumentation erstellen, sowie die Sanierung und Revitalisierung des Parks starten, damit dieser zu einem unserer touristischen Anziehungspunkte wird.
Der botanische Garten der Volksschule Oštro
Kurz nach der Übersiedlung der Volksschule von Kaštel Lukšić in das neue Gebäude im Jahre 1976, wird damit begonnen die völlig verkommene Umgebung zu bearbeiten. Diese wird von Anfang an von den Schülern und Lehrern gepflegt.
Auf einer Fläche von 4 Hektar rund um das Schulgebäude wachsen mehr als 1400 Pflanzensorten, deren Herkunft von allen Seiten der Welt ist, vor allem aus dem mediterranen subtropischen Klima.
Den größten Teil nimmt der Park - Arboretum ein, welcher im landschaftlichen Stil der englischen Gärten gestaltet ist.
Der südliche Garten ist aufgrund seiner Größe und seines günstigen Mikroklimas der reichhaltigste Teil des schulischen Botanikgartens. Hier befinden sich Anhäufungen von bodenständigen und exotischen Bäumen, Büschen, Jahhundertbäume und Blumen wie z.B. der Kampferstamm, der Eukalyptus, die Avocado, die Akazie, das Rotholz, der Zeder des Libanon und des Himalaya, der Jasmin, die Drillingsblume.
Die Aufmerksamkeit der Besucher weckt auch die Menge an aromatischen und heilenden Pflanzen, sowie der Steingarten mit Adromischus (aus der Familie der Dichblattgewächse) und das Feld mit Pflanzen feuchter Umgebungen.
Im nördlichen Garten befindet sich der “kleine Park”, der im französischen Stil gebaut wurde - streng symmetrische Linien mit niedrigen Hecken aus gewöhnlichem Buchsbäumen und einer reichhaltigen Kollektion von Oleandern. Auf dieser Fläche wurde eine steinerne Bühne für kulturell-künstlerische Ereignisse erbaut.
Der verbindende Teil des Gartens ist das Olivenfeld mit seinen 170 Bäumen und 45 heimischen und fremden Olivensorten. Dies stellt die größte gesammelte Anpflanzung auf dem kroatischen Küstenstreifen dar.
Der biblische Garten des Stomorje - Heiligtum der Mutter des Stomorje
In Kaštel Novi auf den südlichen Abhängen des Kozjak wurde bereits im frühen Jahr 1189 die kleine Kirche hl. Marija von Špiljan, heute hl. Mutter des Stomorje gennant, errichtet. Auf diesem Platz, wo man die geistliche Anwesenheit und Natur spürt, wurde der biblische Garten begründet. Hier wachsen bereits seit Jahrzehnten Ebenen, Oliven, Feigen, Weinreben, alles Pflanzen die in der Bibel erwähnt werden. Durch die Fürsorge von Naturliebhabern wurden noch viele andere Bäume gepflanzt, wie der Baum des Judin, der Lorbeerbaum, die Akazie, Gewürz- und Duftpflanzen u.a..
Am Eingang am Flur befindet sich ein Denkmal - ein Stein, die Arbeit des Bildhauers Mark Gugic, auf welchem steht: “Zu Ehren dem zweiten Ankömmling, dem hl. Vater Ivan Paul dem II, gründeten wir den biblischen Garten über der Bucht in Stomorje. Die Plebejer von Kaštela, am 27. September 1998.” Gegenüber wurde der Olivenbaum des Papstes gepflanzt, welcher im gleichen Jahr von dem hl. Vater in Split gesegnet wurde.
Nördlich der kleinen Kirche wurde ein terrassenartiger Landstrich - Jidro - errichtet, unter dessen alten Olivenbäumen eine Reihe von steinernen Megalithen gesetzt wurde, zu Ehren den kroatischen Großen, welche in ihrem Schaffen von der Bibel inspiriert wurden - hl. Jeronim (Übersetzung der Bibel in Lateinische), Juraj Dalmatinac (Erbauer sakraler Objekte), Marko Marulić (Gedicht “Judita” und andere), Bartol Kašić (Übersetzung der Bibel ins Kroatische) und Ivan Meštrović (Bildhauer biblischer Motive).
Auf der kleinen Insel im Bach wünscht die Arche Noah, eine hölzerne Skultpur, (eine Arbeit des bekannten Künstlers Vasko Lipovac) jedem Gekommenen ein herzliches Willkommen.
Auf den heiligen Feldern gelangt man über steinerne Kreuzpfade, wo die Kreuzstationen mit duftenden Myrthesträuchern gestaltet sind, bis zum Kreuz des Lebens, welches eine Arbeit des Bildhauers Kažimir Hrast ist.
Vom Aussichtsturm, von wo aus man einen wunderschönen Blick auf die Kaštelaner Felder und die Hinterländer hat, wurde ein kleiner Weingarten, als Denkmal für die Tagelöhner und für die Rebe gepflanzt. In ihm wurden neben anderen bodenständigen Arten der Weinrebe auch der Kaštelaner Crljenak, welcher weltweit aber vor allem in Kalifornien (USA) als Zinfandel bekannt ist, aber aus dem Kaštela stammt, gepflanzt.
Dank der Mühe der städtischen Direktion, welche die Stadtpärke saniert, und den Einwohnerverbänden des Kaštela, welche sich bemühen die Lebensbedürfnisse und die Umwelterhaltung zu vereinbaren, hat die Stadt Kaštela im Jahre 2003 den bronzenen Preis “Entente Florale” erhalten, der durch den europäischen Verband für Blumen und Umwelt (The European association for Flowers and landscaping) aus Brüssel in der Kategorie der Städte vergeben wurde.
Kozjak
Die Bucht Kaštels wird nördlich von den Bergen Kozjak, Opor und Trecanica, welche leicht zum Meer hin abfallen, umgeben. Das höchste und längste Gebirge ist der Kozjak, welches sich auf einer Länge von 16 km, von Klis auf der östlichen Seite bis zur Falte Malacka im Westen, erstreckt. Am beeindruckendsten ist dessen Klippe, welche die Längste in Kroatien ist, aber sie unterscheidet sich nicht in der Höhe (50-250 m). Der höchste Punkt ist der “Veli vrj” auf 779 m.
Interessant ist die Pflanzenabdeckung, Immergrün, Myrthe, Pfriemenginster, Gebirgsblume, welche die mediterrane Flora charakterisieren, auf den südlichen Abhängen wachsen, und auf den nördlichen Abhängen auf die weiße und schwarze Buche, die schwarze Esche, die Eiche und ähnliches trifft. Diese charakterisieren die submediterrane Flora. Auf dem Kozjak wachsen mehrere Arten von endemischen Pflanzen, unter ihnen auch die Orchidee.
Über das Gebirge des Kozjak führten in der Vergangenheit Karawanenwege. Heute gibt es am Kozjak und den umliegenden Bergen des Vorlandes einen ca. 80 km langen markierten Bergsteigerpfad, welcher angenehm für das erholsame Bergsteigen ist.
Die Felsen des Kozjak sind bekannt für die alpinistischen Kletterkurse (z.B. in der Nähe des Bergsteigerheimes “Malačka”), die nicht sehr anspruchsvoll sind und die auch von Hobbybergsteigern erklommen werden können.
Über das Gebirge des Kozjak führt ein feuergeschützter Weg, der es ermöglicht, dass man zu jedem Bergsteigerheim mit dem Fahrrad gelangt. Sei es von der östlichen oder westlichen Seite des Berges.
Über die Spitzen der Kaštelaner Berge führt der Bergsteigerpfad von Dalmatien sowie der Pfad “Wiege des kroatischen Staates Bijaći-Klis”. Auf einer Länge von 30 km befinden sich, bis zur Kirche Suplje in Solin, 19 Kontrollpunke mit vorwiegend sakralen Objekten, die in der Zeit der kroatischen nationalen Herrscher (hl. Marta in Bijaći, hl. Nofar Stomorija, hl. Juraj von Radun, hl. Ivan Biranj, hl. Kuzma und Damjan, hl. Juraj von Putalj u.a.) erbaut wurden.
Selten gibt es auf einer so kleinen Fläche 4 Bergsteigerheime (Putalj in Kaštel Sućurac, Koludar in Kaštel Kambelovac, Split und Malaćka in Kaštel Stari), eine Bergsteigerzuflucht (Adlernest in Kaštel Kambelovac) und ein Jägerheim, wo sich Bergsteiger stärken und übernachten können.
Die Bergsteigervereine werden gerne für Bergsteigergruppen und Einzelne eine Führung organisieren - einen Bergsteiger, der ihnen ermöglicht dass sie den Ausblick auf Kaštela, auf die Kaštelaner Buchten, Trogir, Split und mitteldalmatinische Inseln, sowie das Kaštelaner Hinterland genießen können.
Kastelaner Crljenak
Der Crljenak aus Kaštela ist eine alte, fast vergessene kroatische Sorte, welche in letzter Zeit die heimische und ausländische Winzergemeinschaft zusammenruft. Tatsächlich wurde bestätigt, dass der Crljenak aus Kaštela und die amerikanische Sorte Zinfandel das gleiche genetische Profil besitzen, bzw. dass es sich um die gleiche Sorte handelt, womit das Mysterium um dessen Herkunft gelöst ist.
Unter dem Namen Zinfandel wurde diese Sorte in den frühen 20er Jahren des 19. Jahrhunderts aus dem königlich-staatlichen Weingut in Wien (wo unzählige Sorten aus der damaligen Monarchie gesammelt wurden) in die USA (Long Island) eingeführt. Es besteht eine geschätzte Sorte im Nordosten des Landes, aber vorerst als Getreidesorte, in den kälteren Regionen wird sie auch in Gewächshäusern herangezogen. Ca. 30 Jahre später wurde sie nach Kalifornien gebracht, wo sie sich sehr schnell verbreitet, vor allem in der Zeit des so genannten goldenen Fiebers. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts wird sie zur weitverbreitetsten Sorte in Amerika.
Die Popularität des Zinfandel, vor allem in Amerika, hält bis heute an. Es nimmt eine große Fläche ein, über 23 % der gesamten Rebfläche, und wird von mehr als 200 Produzenten gezüchtet. Es ist eine in den USA sehr geschätzte Sorte, welche normalerweise starke und volle, intensiv gefärbte Weine ergibt. Im Vergleich zu einigen anderen Rotweinsorten, sind dessen Weine weich und trinkbar, mit einer ausgeprägten Aromasorte, welche von diskret blumigen bis hin zu stark entwickelten Fruchtaromen reicht. Die Art und der Charakter des Weines hängen größtenteils vom Ort der Züchtung, dem Alter der Plantage und der angewandten Technologie ab. Auch der rose Wein dieser Sorte ist bekannt, der sogenannte White Zinfandel, welcher lange Zeit an der Spitze der Popularität bei den amerikanischen Weinen lag. Von Jahr zu Jahr breitete sich der Kreis seiner Verehrer aus, so dass 1991 eine Gemeinschaft von Produzenten und Liebhabern des Zinfandels (Zinfandel Advocates and Producers - ZAP) gegründet wurde, mit dem Ziel die Sorte und den Wein bekannt zu machen, sowie die Unterstützung spezialisierter und wissenschaftlicher Untersuchungen, verbunden mit dieser Sorte. Viele Untersuchungen verbunden mit dieser Sorte beschäftigen sich mit deren Herkunft, und diese Unwissenheit weckte das Interesse vom Anfang der Züchtung an . Obwohl bekannt ist dass diese, wie auch andere Sorten nobler Weinreben (Vitis vinifera L.) aus Europa eingeführt wurde, wird sie, anhand ihres Stellenwertes in der amerikanischen Kultur und Geschichte, sogar als amerikanische Sorte und Wein (Amerikas Rebe und Wein) angesehen. Die erste Entdeckung, die Herkunft betreffend, geht auf das Jahr 1967 zurück, als Professor Austin Goheen von der Universität in Davis, Kalifornien (University of California Davis) in Italien Weine verkostete und eine Sorte namens Primitivo sah, welche ihn an Zinfandel erinnerte. Die Resultate verschiedener vergleichender Untersuchungen von Zinfandel und Primitivo ließen darauf schließen, dass es sich tatsächlich um die selbe Sorte handelte. Die endgültige Bestätigung dieser Theorie gab Prof. Carole Meredith von der Universität in Davis, welche anhand der sogenannten DNA-Fingerabdruckmethode deren genetische Gleichheit bewies.
Dennoch, da der Primitivo in Italien relativ kurz gezüchtet wird, kürzer als der Zinfandel in Amerika, und da dieser auch anhand einiger Dokumente von der östlichen Küste der Adria in die italienische Provinz Puglia gebracht wurde, blieb die Frage der Herkunft noch immer offen, und die kroatische Küste wurde als mögliche Heimat dieser Sorte interessant. Wegen der morphologischen Ähnlichkeit mit dem Primitivo, bzw. dem Zinfandel, fing man vor ca. 20 Jahren an auch den kleinen Plavac als mögliches drittes Synonym für die gleiche Sorte zu erwähnen, und mit der Zeit erhielt diese Annahme immer mehr Anhänger. Um ihre Untersuchungsarbeiten hinsichtlich der Herkunft des Zinfandels fortsetzen zu können, hat Prof. Meredith mit Hilfe einiger amerikanischer Produzenten (darunter auch Miljenko Grgic, ein bekannter amerikanischer Winzer kroatischer Herkunft) und Mitarbeitern der agronomischen Universität Zagrebs (Ivan Pejić, Edi Maletić, Jasminka Karoglan Kontić, Nikola Mirošević) Dalmatien durchquert und damit über 150 Proben des kleinen Plavac (kleiner Blauer) von verschiedenen Gebieten eingesammelt. Die Resultate ergaben, dass der Zinfandel und der kleine Plavac zwei verschiedene Sorten waren, aber auch, dass sie genetisch sehr ähnlich sind, bzw. dass der Zinfandel einer der Erzeuger des kleinen Plavac ist. Gerührt von dieser Entdeckung haben kroatische Wissenschaftler (Maletić und Pejić) die Suche fortgesetzt, und somit auch den zweiten Erzeuger des kleinen Plavac - Dobričić, eine alte Sorte von der Insel Solte, entdeckt. Somit wurde das Suchgebiet auf Solte, Brac, Civio und auf den mitteldalmatinischen Küstenstreifen eingeengt.
Unter den vielzähligen angesammelten Proben, fand man auch die Sorte Crljenak aus Kaštela, welche, auf Empfehlung von Dipl. Ing. Ante Vuletin, dem Weingut von Ivica Radunić aus Kaštel Novi entnommen wurde. Die Analyse ergab ein identisches genetisches Profil des Kaštelaner Crljenak und des Zinfandels, welches nunmehr endgültig das Mysterium der Herkunft der populärsten Sorte in Amerika entschlüsselte. Ein zusätzlicher Beweis für die kroatische Herkunft dieser Sorte ist auch die Entdeckung, dass viele andere kroatische ähnliche Sorten in einer engen Verwandtschaft mit Zinfandel/Primitivo/Kaštelaner Crljenak stehen.